Ungleichmäßige Strähnen, Flecken, Balken – die meisten Fehler bei DIY-Strähnen sind ähnlich. Und fast alle lassen sich vermeiden. In diesem Video zeige ich Dir die typischen Fehler beim Strähnen selber machen, warum sie entstehen und wie Du es besser machst. Schau es Dir an, bevor Du loslegst. Dazu bekommst Du jeden Fehler als Zeitmarke zum Anklicken und ein paar Hinweise aus meiner Beratung.
Das Video in Kapiteln – spring direkt zur richtigen Stelle
Das Video ist rund 10 Minuten lang. Tipp auf eine Zeitmarke und es startet genau dort.
- 0:00 Worum es geht
- 0:20 Fehler 1: ohne Übung starten
- 0:40 Fehler 2: Blondierung zu flüssig oder zu trocken
- 1:56 Fehler 3: zu dicke Strähnen an feinen Stellen
- 2:36 Ansatz toupieren für weiche Übergänge
- 3:17 Fehler 4: die Folie rutscht
- 4:36 So hält die Folie: stramm, andrücken, umknicken
- 5:23 Fehler 5: Strähnen werden ungleichmäßig hell
- 6:49 Von unten und oben genug auftragen
- 7:34 Fehler 6: Flecken am Ansatz
- 8:16 So bleibt der Ansatz sauber
- 9:00 Fehler 7: keine Übersicht beim Abteilen
- 9:20 Fehler 8: Kopf bewegen während der Einwirkzeit
- 9:59 Die Produkte
Warum Strähnen schiefgehen – und warum das nicht an Dir liegt
Die meisten Pannen bei DIY-Strähnen haben nichts mit Talent zu tun. Sie entstehen durch ein paar Kleinigkeiten, die beim Friseur Routine sind und zu Hause niemand erklärt: die Konsistenz der Blondierung, wie dick Du abteilst, wie die Folie sitzt, wo Du ansetzt. Wenn Du diese acht Punkte kennst, fallen die häufigsten Fehler schon weg, bevor Du anfängst. Für die Technik selbst findest Du hier die passenden Anleitungen: Freihandsträhnen, Haubensträhnen und Ansatzsträhnen mit Folie.
Die 8 häufigsten Fehler bei Strähnen – und wie Du sie vermeidest
1. Ohne Übung starten 0:20
Abteilen, Folie unterlegen, auftragen, einschlagen – jede Bewegung ist beim ersten Mal ungewohnt, und die Blondierung wartet währenddessen nicht. Deshalb: Übe den kompletten Ablauf vorher mit einer Haarkur. Du merkst dann, wo es hakt, und bekommst Sicherheit in den Händen. Am Färbetag läuft es dann wie von selbst.
2. Die Blondierung ist zu flüssig oder zu trocken 0:40
Zu flüssig: Die Blondierung tropft beim Einstreichen auf die übrigen Haare und macht Flecken, und die Folie rutscht. Zu trocken: Sie lässt sich nicht verteilen, die Strähnen nehmen ungleichmäßig oder gar nicht an. Richtig ist eine cremige Konsistenz, die da bleibt, wo Du sie hinpinselst. Dafür sind die Mengen in Deinem Paket abgemessen. Halte Dich einfach an das Mischverhältnis in Deiner Anleitung, die im Paket dabei ist.
3. Zu dicke Strähnen an feinen Stellen 1:56
Am Gesicht und im Nacken sind die Haare meist fein. Nimmst Du dort eine dicke Strähne, bekommst Du einen hellen Balken genau an der Kontur, wo man ihn am meisten sieht. Web die erste Strähne an diesen Stellen feiner. Ob Du insgesamt viele feine oder wenige breitere Strähnen möchtest, ist Geschmackssache. Die Strähnen direkt an der Kontur sollten immer fein sein.
Tipp: Toupiere den Anfang jeder Strähne leicht Richtung Kopfhaut 2:36. So bleiben am Ansatz weniger Haare, die hell werden, und der Übergang wird weich statt balkig.
4. Die Folie rutscht 3:17
Du webst die Strähne, legst die Folie darunter, trägst auf – und die Folie rutscht weg. Die Blondierung landet auf den Haaren darunter, und es gibt Flecken. Drei Dinge helfen: Erstens die Haare nicht frisch waschen, frisch gewaschenes Haar hat keine Griffigkeit. Zweitens ein Hauch Haarspray, dann haftet die Folie, besonders bei unterschiedlich langen Haaren vorne. Drittens die Technik 4:36: Strähne stramm halten, Folie mit dem Kammstiel gegen die Kopfhaut drücken, Strähne auflegen, weiter stramm halten, auftragen, vorsichtig umknicken. Die zweite Hand hilft beim Festhalten.
5. Die Strähnen werden ungleichmäßig hell 5:23
Oben hell, unten dunkel, dazwischen fleckig: Das passiert, wenn die Konsistenz nicht stimmt, zu wenig Blondierung auf der Strähne ist oder die Strähne so dick gewebt wurde, dass die Blondierung von unten nicht herankommt. Teil deshalb schmal ab und trag von oben und von unten genug auf 6:49. Mit dem Pinsel kannst Du die Strähne etwas zur Seite schieben und dazwischen nachlegen. Die Spitzen klappst Du mit dem Pinsel um und bedeckst sie ebenfalls. Lieber etwas mehr Blondierung als zu wenig.
6. Flecken am Ansatz 7:34
Der klassische Fehler: Die Blondierung wird direkt am Ansatz aufgetragen. Während der Einwirkzeit quillt sie auf und schiebt sich Richtung Kopfhaut. Beim Auftragen sieht alles gut aus, nach dem Ausspülen sind überall Flecken. So bleibt der Ansatz sauber 8:16: Folie fest gegen die Kopfhaut drücken, Strähne straff ziehen und mindestens einen halben Zentimeter Abstand zwischen Blondierung und Kopfhaut lassen. Entweder setzt Du weiter unten an und streichst weich nach oben aus, oder Du arbeitest von unten nach oben.
Blondiys-Tipp: Leg ein kleines Stück Watte unter die Folie an den Ansatz. Quillt die Blondierung auf, landet sie auf der Watte und nicht auf den Haaren daneben.
7. Keine Übersicht beim Abteilen 9:00
Wer mittendrin den Überblick verliert, setzt Strähnen doppelt oder vergisst welche. Teil die Haare deshalb vorher so ab, wie die Strähnen später liegen sollen, und arbeite Dich Schritt für Schritt nach vorne. Und: durchhalten bis zur letzten Strähne, auch wenn es dauert.
8. Den Kopf bewegen während der Einwirkzeit 9:20
Die Strähnen sind geschafft, und dann wird aufgeräumt, nach unten geschaut, das Handy gesucht. Dabei bewegen sich Folien und Haare, und die Blondierung arbeitet, wo sie nicht hin soll. Während der Einwirkzeit heißt es: Kopf ruhig halten, hinsetzen, warten. Die Zeit zum Kontrollieren steht in Deiner Anleitung.
Und die Produkte? 9:59
Ein großer Teil des Ergebnisses hängt an der Blondierung und der Abmattierung selbst. Professionelle Produkte, die zu Deinen Haaren passen und richtig abgemessen sind, nehmen Dir die Fehlerquellen zwei und fünf schon ab. Genau das steckt in Deinem Paket: Blondierpulver und Oxidationsmittel, die Plex-Pflege und Deine Abmattierung, individuell für Deine Haare zusammengestellt.
Häufige Fragen
Ich habe trotzdem Flecken – was jetzt?
Nichts auf eigene Faust korrigieren und nicht gleich nachblondieren. Oft gleicht die Abmattierung kleine Unterschiede schon aus. Was danach noch stört, lässt sich beim nächsten Mal gezielt angehen.
Welche Strähnentechnik ist für den Anfang am einfachsten?
Haubensträhnen, weil die Haube das Abteilen übernimmt und die Blondierung nicht an die Kopfhaut kommt. Freihandsträhnen sind ebenfalls einsteigerfreundlich, weil Du ohne Folie arbeitest. Foliensträhnen brauchen etwas mehr Übung, geben Dir aber die größte Kontrolle.
Muss ich die Haare vorher wirklich ungewaschen lassen?
Ja, mindestens zwei Tage. Ungewaschenes Haar ist griffiger, die Folie hält, und der natürliche Schutzfilm der Kopfhaut bleibt erhalten.
Deine Strähnen – mit Unterstützung von BLONDIYS
Damit Deine Strähnen von Anfang an gelingen, stellen wir Dir alles passend zusammen: Mit dem Strähnen-Paket inkl. Abmattierung bekommst Du Blondierung und Abmattierung fertig abgemessen und individuell für Deine Haare gemischt – dazu eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, Tutorialvideos und persönliche Beratung. So kannst Du Dich ganz auf das Strähnen konzentrieren. Stielkamm, Abteilklammern und Pinsel findest Du im Zubehör für Strähnen.